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Dass zur Geburt eines Kindes oft ein Baum gepflanzt wird, hat einen ganz besonderen Grund: Der Baum als Sinnbild des Lebens steht für Fruchtbarkeit, Gedeihen und Wachstum.


Als symbolischer Lebensbaum für das Neugeborene wächst dieser gemeinsam mit dem Kind heran.
So sollen Obstbäume idealerweise dann das erste Mal Früchte tragen, wenn der Nachwuchs eingeschult wird.

Nach alter Tradition wird bei Geburt eines Mädchens ein Birnenbaum gepflanzt und bei einem Jungen ein Apfelbaum.
Besorgt wird die Pflanze entweder von den Eltern selbst oder von den Taufpaten. Gepflanzt wird der Baum jedoch üblicherweise nur vom Vater.

Folgende Tatsache mag einigen bestimmt ein wenig seltsam vorkommen, ist aber noch immer an vielen Orten gang und gäbe:
Als eine Art Düngemittel für den Lebensbaum wird die nährstoffreiche Plazenta des Kindes vom Vater mit vergraben.
Auf diese Weise soll der Baum besonders natürlich, kraftvoll und gesund wachsen.

„Ich weiß gar nicht, wie ich beginnen soll.
So viel Gedanken, und mein Herz ist übervoll.

So viel Gedanken drängen sich zur selben Zeit.
Freude und Demut und Dankbarkeit.

Im Arm der Mutter, die dich schweigend hält.
Blinzelst du vorsichtig ins Licht der Welt.

In deinen ersten Morgen, und ich denk.
Dies ist mein Kind, welch ein Geschenk.

Wenn alle Hoffnungen verdorr’n.
Mit dir beginn ich ganz von vorn.

Und Unerreichbares erreichen, ja ich kann’s.
Du bist das Apfelbäumchen, das ich pflanz. 

Sieh dich um, nun bist du ein Teil der Welt“

Baum pflanzen

Reinhard Mey

Baum pflanzen
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